Crowdgesourct: das neue Spreadshirt-Logo
September 28, 2007 at 2:06 Uhr nachmittags | In Contests & Aktionen, Nachrichten | No CommentsTags: design, Logo, Spreadshirt
Früher hatte eine Firma für alle anfallende Bereiche eigene Angestellte. Als diese Bereiche immer arbeitsteiliger wurden, kam das Stichwort Outsourcing auf: Dienstleister übernehmen bestimmte Aufgaben im Dienste des Auftraggebers, so wie Fertigung von Einzelteilen, Werbung, mittlerweile auch Personalauswahl etc. Und daraus wurde dann Crowdsourcing: Die Aufgabe wird in die Hände der Masse gegeben. Das hat den unschätzbaren Vorteil, dass die Masse immer besser arbeitet als die einzelne Person. Das funktioniert nicht nur in Sachen Problemlösung hervorragend, wie etwa der Publikumsjoker bei “Wer wird Millionär” beweist, sondern auch in Sachen Design ist das unschlagbar. Man lässt Armeen von Grafikern für sich arbeiten und verwendet nur die besten Resultate. Und die Masse hilft per Vorauswahl zu entscheiden, was gut ankommt. Kosten tut das nichts als das ausgeschriebene Preisgeld. Nach diesem Prinzip funktionieren ja auch die gestern genannten Contest T-Shirt Sites hervorragend.
Spreadshirt möchte nach nur gut anderthalb Jahren Logo und Slogan ändern (”You think it - we print it” wird zu “Your own label”) und hat dafür das Open Logo Project 1.6 ausgeschrieben. Ich guck ab und zu mal drauf und bin auch sehr angetan von der hohen Qualität der Entwürfe. Begleitet wird das alles von einem unterhaltsamen Blog, der auch gerne mal entfernt Themenverwandtes aufgreift. Das wird eine runde Sache, das steht jetzt schon fest. Und demnächst poste ich auch mal wieder was über T-Shirts, versprochen.
(T-Shirt-)Designer!
September 27, 2007 at 12:01 Uhr nachmittags | In Contest T-Shirts, Contests & Aktionen, T-Shirts | 1 CommentMal angenommen, ihr habt eine hübsche Idee für ein T-Shirt-Design. Das vektorisiert ihr mal schön aus, und dann: ran ans versenden. Wohin?
Na, an Threadless, La Fraise, A better tomorrow, Shirtcity, Design by Hümans, Cotton Cow (sobald sie wieder online sind), Zazzle (Achtung: thematische Ausschreibungen!), Without Pockets, French Loser (parlez-vous Français?), Teetonic, Random Shirts und nun auch Karmaloop.
Die Streetwear-Seite schreibt einen Design-Contest aus, bei dem sogar satte 3.000 $ Preisgeld (naja, also 2.000 davon Cash, der Rest soll in Naturalien bei Karmaloop erworben werden) ausgeschrieben sind. Fünf Zweitplatzierten winkt je ein $500-Gutschein. Ausschreibung und mehr Info hier, Deadline ist der 19. Oktober. Also ran, irgendwo muss es ja klappen.
Threadless: (kl)eine Enttäuschung
September 26, 2007 at 1:05 Uhr nachmittags | In Contest T-Shirts, Persönliches, T-Shirts, Threadless | 1 CommentSo, fast vier Wochen hat es gedauert, bis die Sendung von Threadless ihren Weg von Chicago nach Berlin hinter sich gebracht hat. Vier Wochen, in denen die Herrschaften vom Zoll das Päckchen wahrscheinlich drei Mal auf- und zugemacht haben, die Ware überprüft und über die Witze diskutiert , sie auf Verfassungsfreundlichkeit überprüft und ihren Frauen zur Anprobe mitgebracht, Listen abgeglichen und dafür nochmal 30€ Zollgebühr draufgeschlagen haben. Aber gut, man weiß es nicht, und umso schöner, dass die Odyssee der Shirts nun endlich vorbei ist und das Paket hier wohlbehalten in Berlin angekommen.
Und dann das:
Gleich zwei der Shirts sind, nennen wir das Kind beim Namen: Fehldrucke. Versaut mit schwarzer Druckerfarbe.


Die anderen sind zwar erwartungsgemäß super, aber die Enttäuschung über so eine Schluderei überschattet die Freude dann doch etwas. Man sollte eigentlich denken, eine Firma diesen Ranges hätte eine Qualitätskontrolle, die so etwas nicht durchgehen lässt. Und auf das Zurückschicken etc. freue ich mich auch nicht gerade.
Im Interview: André von A-better-tomorrow.com
September 25, 2007 at 11:07 Uhr vormittags | In Comics, Contest T-Shirts, Interview, Made in Germany, T-Shirts | No CommentsTags: a better tomorrow, andré grünhoff, contest, design, germany, Interview, shirt, streetwear, T-Shirts, yackfou
Wir dürfen eine Rubrik begrüßen. Ab jetzt werde ich T-Shirt-Designern, -Händlern und -Seitenbetreibern die Möglichkeit geben, selbst zu Wort zu kommen.
Den Anfang macht André Grünhoff von A-better-tomorrow.com, der sich die Mühe gemacht hat, ausführlich meine Fragen zu beantworten. Danke dafür!
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Was war die Idee hinter “A better tomorrow”?
Die Idee hinter A-B-T war es, DIE Anlaufstelle für gutes Design und Streetwear zu schaffen. Das Ganze besteht ja aus den drei Teilen Design Contests, Streetwear und Community. Im Bereich der Design Contests entsteht das Label A better tomorrow. Wir wollen zusammen mit allen Leuten da draußen eine eigene Marke aufbauen. Von euch für euch sozusagen. Der Shirt Contest ist hier nur der Start, weil es ein gelernter Mechanismus ist. Aber es wird mittelfristig eine komplette Kollektion aus den Contests entstehen. Angefangen von Hoodies, über Sneaker bis hin zu Caps etc.
Der zweite Teil ist der Streetwear Part. Aber auch hier wollten wir nichts Gewöhnliches anbieten. In unseren Shopbereich nehmen wir nur ausgewählte Label junger Designer auf. Keine großen Marken und kein Mainstream, den man überall kaufen kann. Die Leute sollen zu uns kommen, weil sie wissen, dass es bei uns Stuff gibt, der sonst nur schwer oder gar nicht online zu bekommen ist. Wir bieten den Brands ein Shopsystem, welches sie eigenständig administrieren können. Wir machen das Payment, den Service, Marketing und fungieren als Vertriebsplattform. Auch dieser Teil soll weiter ausgebaut werden. Sowohl technisch als auch inhaltlich. Wir stellen uns vor, künftig auch den offline Vertrieb für junge Label zu managen und bei Produktionen zu helfen.
Na ja und last but not least sind das doch Dinge, über die man sich gerne austauscht. Die Designer quatschen untereinander oder mit uns über die eingesandten Designs. Kunden können mit den Labelbetreibern über die Kollektionen sprechen. Wir machen immer wieder Aktionen, über die man sprechen kann und so baut sich langsam aber sicher eine super nette Community auf, für die wir unser letztes Hemd geben würden.

Drei Shirts aus dem Designcontest: Pimp My Marx von Yackfou, Totenkopptriumph von Sushi, Funtastic Four von Peachbeach.
(Weiterlesen: )
Continue reading Im Interview: André von A-better-tomorrow.com…
Ein T-Shirt entsteht
September 24, 2007 at 1:44 Uhr nachmittags | In T-Shirts | 1 CommentBevor ich es vergesse: Wer es noch nicht getan hat (you international blog readers most probably already know it), der kann sich beim Fantastic-Bonanza in einer lesenswerten Serie angucken, wie ein T-Shirt entsteht. Der ganze Weg von der Idee bis zum fertigen Produkt. Nice work!
Teil 1 (Vorrede)
Teil 2 (Inspiration)
Teil 3 (Entwurf)
Teil 4 (Digitalisiere Aufbereitung)
Teil 5 (Farbgebung)
Teil 6 (T-Shirt-Druck)
Update:
Teil 7 (Fotoshooting)
Bumm-Bumm-Hose
September 24, 2007 at 9:09 Uhr vormittags | In Abwegiges, Nachrichten, Sonstiges, Zukunftsmusik | 1 CommentAls Blogger nehme ich mir die Freiheit, auch mal abzuschweifen und mein angestammtes Themengebiet zu verlassen. Zumindest, wenn ich etwas finde, das so irre ist:
Aus der Reihe “Kleidung goes Mikroelektronik”: Die “Drum Pants“. Dabei handelt es sich um eine Hose, die mit diversen berührungsempfindlichen MIDI-Sensoren ausgestattet ist. Klopft man auf einen solchen Sensor, kann man damit ein Drum-Modul oder ein anderes Midi-Instrument ansteuern. (Natürlich könnte man solche Sensoren auch in T-Shirts einbauen, aber wer klopft sich schon exzessiv auf Brust oder Bauch herum? Höchstens Tarzan.)
Hier sieht man die Kleidung in Aktion:
Ich kenne einen Schlagzeuger, der von ganzem Herzen Drummer ist, und ständig in seinem Kopf die Rhythmen und Lieder toben hat. Und so trommelt er ständig, manchmal ohne es zu merken, auf Tischen, Stühlen, Töpfen oder einfach seinen Beinen herum. Seine Freundin hat ihm etwa verboten, im China-Restaurant die Essstäbchen zu nehmen, weil die natürlich sofort zu Drumsticks werden.
Wetten, dass der sich vor Begeisterung ins Hemd macht, wenn ich ihm davon erzähle? Obwohl, seiner Beziehung zuliebe sollte ich das vielleicht gar nicht tun.
Architektur zu T-Shirts
September 21, 2007 at 12:42 Uhr nachmittags | In Made in Germany, T-Shirts | No CommentsWir stellen uns einen beliebigen Architekturwettbewerb vor. Sagen wir, dreiunddreißig verschiedene Entwürfe werden eingereicht, das Komittee entscheidet sich für einen Entwurf - das macht zweiunddreißig abgelehnte Konzepte. Für das Altpapier oder die Schublade. Schade eigentlich.
Dachten sich auch die Gründer von Unbuilt Shirt und überlegten sich ein Konzept, wie man all die guten optisch und konzeptuell spannenden Designvorschläge doch noch vor der Vergessenheit bewahren kann: Man macht einfach T-Shirt-Motive daraus. Und dass sich das auch wirklich lohnt, zeigt die Galerie. Ein paar Auszüge: 

Rekrutiert werden die Designs in einem Wettbewerb aus, in dem alle Kreativen aufgefordert sind, ihre unrealisierten Entwürfe als Shirtmotive einzusenden.
Die Shirts selbst sind Qualitätsshirts von American Apparel (was sonst), die selbst mit Flockfolie bedruckt (oder bepresst?) werden. Das gibt diese samtigen, leicht erhabenen Aufdrucken. Eine Methode, derer sich auch Spreadshirt oder Shirtcity bei ihren Custom-Shirts bedienen. Wie das genau geht, haben sie in einer sehr informativen Fotostrecke zusammengefasst. Wie auch die Seite generell sehr zu loben ist - Architekten verstehen eben etwas von schlichtem Design und Funktionalität. Allerdings, und da sind wir wieder bei einem kleinen Wermutstropfen, sind ihre Shirts wohl dem durchschnittlichen Einkommensniveau von Architekten angepasst. 38,50 € für ein einziges Shirt- da muss eine alte Omma lange stricken für.
Erhältlich sind die zweifellos schönen und edlen Teile in bislang zwei Shops in Berlin, sowie im Online-Shop .
“We support your war for terror” (Borat)
September 20, 2007 at 12:21 Uhr nachmittags | In Nachrichten, T-Shirts, Uncategorized | No CommentsNun wissen wir ja schon, wie man mit T-Shirts Gutes tun kann. Und dass ein T-Shirt auch oft zum Stein des Anstoßes werden kann. Eine dänische T-Shirt-Company brachte das Ganze aber auf ein neues Level:
Die T-Shirts von Fighters + Lovers trugen Logos von Guerilla-Organisationen, oder, wie viele andere Menschen sagten: Terrorgruppierungen. Das wären die palästinensische PFLP (Popular Front for the Liberation of Palestine) sowie die FARC (Revolutionary Armed Forces of Colombia).
Nicht nur das: von jedem verkauften T-Shirt gingen 5€ an die Radiosender und friedliche Aktivisten der Gruppierungen. Als Unterstützung für den Freiheitskampf, sagten sie. Unterstützung von terroristischen Gruppierungen, sagte die Staatsanwaltschaft, nahm die Seite vom Netz und leitete ein Verfahren ein. Schließlich werden beide Gruppierungen in den USA und der EU als terroristische Vereinigungen geführt.
Heute beginnt der Prozess gegen die Betreiber.
Wer des Dänischen mächtig ist, kann sich hier informieren. Hier habe ich (auf Englisch) etwas gefunden, was nahelegt, dass die gute Sache nur mit einer gewissen Portion zweifelhaften Idealismus als gute Sache gesehen werden kann. Interessanter als der Blog-Beitrag ist hier die Kommentar-Sektion:
LIVING IN COLOMBIA I CAN TELL YOU YOUR MISSION IS ABSOLUTELY WRONG! THE FARC MURDERS AND KIDNAPS THOUSANDS OF COLOMBIANS AND FOREIGNERS EVERY DAY AND BY GIVING THEM MONEY YOU ARE JUST FUCKING OUR COUNTRY UP EVEN MORE! DONT PRETEND YOU KNOW, BECAUSE YOU HAVE NO IDEA!!!!
Ja, da gab’s doch so nen Sponti-Spruch mit “Für Frieden kämpfen” und “für die Jungfräulichkeit bumsen”. Ne? Von daher will bei mir jetzt keine wirkliche Wut gegen Polizei- und Justizwillkür etc. aufkommen. Da kann man nur noch festhalten, dass es auch wirklich gute Zwecke gibt, die man als T-Shirt-Firma unterstützen kann.
Tee for two
September 19, 2007 at 9:48 Uhr vormittags | In Abwegiges, Nachrichten, T-Shirts | No CommentsEine schöne Idee, die Pedro von TeeLovers bei Flickr gefunden hat:
Wir kennen vielleicht alle diese Paar-Handschuhe mit zwei Eingängen, die es auf Weihnachtsmärkten zu kaufen gibt. Nun, warum soll das nicht auch mit unser aller Lieblingskleidungsstück T-Shirt funktionieren?
Als kommerziell erhältliches Produkt gibt es das zwar (noch?) nicht, aber talentierte Heimarbeiter können sich ja vielleicht selbst so etwas schneidern. Gar nicht schlecht, wenn man sich in großem Gedränge nicht verlieren will. Oder chronisch eifersüchtig ist. Ein Problem sehe ich noch. Das abgebildete Frauendoppel hat es zwar nicht, aber was macht ein heterosexuelles Paar, wenn sie damit aus sind und aufs Klo gehen wollen?
Kurz verlinkt
September 14, 2007 at 9:59 Uhr vormittags | In Nachrichten, T-Shirts, Uncategorized | 1 Comment1. Die italienische Seite Frizzi Frizzi hat eine Aufstellung von dreißig T-Shirt-Blogs und -Seiten gelistet. Ich freue mich, trotz der Außenseitersprache Deutsch eine Erwähnung gefunden zu haben. Remember where you saw it first, und das war, glaube ich, bei HideYourArms.
Thank you. Grazie.
2. Davon kannte ich nicht mal alle, und von daher gibt es so einige Neuzugänge in der Blogroll: Das beachtenswerte T*fodder, das nerdigere Militant Geek, Communitee UK, Compete-Tee-Tion (so langsam gehen die Wortspiele mit “tee” alle, hm?), Death By T-Shirt, What Are You Wearing … und mehr.
3. Nochmal Hide Your Arms: Andy hat sage und schreibe fünfzig Roboter-T-Shirts aufgelistet! Fünfzig! I’m not worthy !!
(Mal eben sechs davon schlecht zusammengephotoshoppt)
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