Im Interview: André von A-better-tomorrow.com

25. September 2007 at 11:07 | In Comics, Contest T-Shirts, Interview, Made in Germany, T-Shirts | Leave a Comment
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Wir dürfen eine Rubrik begrüßen. Ab jetzt werde ich T-Shirt-Designern, -Händlern und -Seitenbetreibern die Möglichkeit geben, selbst zu Wort zu kommen.

Den Anfang macht André Grünhoff von A-better-tomorrow.com, der sich die Mühe gemacht hat, ausführlich meine Fragen zu beantworten. Danke dafür!

andre
Was war die Idee hinter “A better tomorrow”?

Die Idee hinter A-B-T war es, DIE Anlaufstelle für gutes Design und Streetwear zu schaffen. Das Ganze besteht ja aus den drei Teilen Design Contests, Streetwear und Community. Im Bereich der Design Contests entsteht das Label A better tomorrow. Wir wollen zusammen mit allen Leuten da draußen eine eigene Marke aufbauen. Von euch für euch sozusagen. Der Shirt Contest ist hier nur der Start, weil es ein gelernter Mechanismus ist. Aber es wird mittelfristig eine komplette Kollektion aus den Contests entstehen. Angefangen von Hoodies, über Sneaker bis hin zu Caps etc.

Der zweite Teil ist der Streetwear Part. Aber auch hier wollten wir nichts Gewöhnliches anbieten. In unseren Shopbereich nehmen wir nur ausgewählte Label junger Designer auf. Keine großen Marken und kein Mainstream, den man überall kaufen kann. Die Leute sollen zu uns kommen, weil sie wissen, dass es bei uns Stuff gibt, der sonst nur schwer oder gar nicht online zu bekommen ist. Wir bieten den Brands ein Shopsystem, welches sie eigenständig administrieren können. Wir machen das Payment, den Service, Marketing und fungieren als Vertriebsplattform. Auch dieser Teil soll weiter ausgebaut werden. Sowohl technisch als auch inhaltlich. Wir stellen uns vor, künftig auch den offline Vertrieb für junge Label zu managen und bei Produktionen zu helfen.

Na ja und last but not least sind das doch Dinge, über die man sich gerne austauscht. Die Designer quatschen untereinander oder mit uns über die eingesandten Designs. Kunden können mit den Labelbetreibern über die Kollektionen sprechen. Wir machen immer wieder Aktionen, über die man sprechen kann und so baut sich langsam aber sicher eine super nette Community auf, für die wir unser letztes Hemd geben würden.

contest shirts

Drei Shirts aus dem Designcontest: Pimp My Marx von Yackfou, Totenkopptriumph von Sushi, Funtastic Four von Peachbeach.

(Weiterlesen: )

Wie fing die Seite an und wie gestalteten sich die ersten Schritte?

Angefangen haben wir im März letzten Jahres mit der Konzeption, wobei die Idee schon seit längerem in unseren Köpfen schwirrte. Im Juni ging es dann los mit den ersten Designs und parallel wurde mit der Entwicklung der Software begonnen. Mitte September letzten Jahres sind wir dann online gegangen. Also hat unser Baby praktisch einjähriges … he he.

Du produzierst also eigene Shirts, vetreibst die Streetwear anderer und hostest einen Designcontest. Wie würdest du A-B-T am liebsten beschrieben wissen? Als Shop, als Portal, als Community, als Mischung von alldem, etwas anderes?

Zunächst einmal bin ich nicht alleine. :-) Wir sind mit 2 Leuten gestartet. Das waren Tim und ich. Seit 2 Monaten arbeitet Peter als Entwickler für uns und wir sind sehr stolz, ihn jetzt fest ins Boot geholt zu haben.

Nun zur eigentlichen Frage: Ich möchte uns eigentlich ungerne in irgendein Buzzwordgefüge quetschen. Wir sind ein Platz an dem man Spaß haben, Dinge gestalten, quatschen und shoppen kann.

Hast du dir andere Seiten zum Vorbild genommen, wie Threadless etwa?

Sicherlich. Das ist der Laufe der Dinge. Man nimmt sich einzelne Bereiche, gibt seine eigenen Ideen hinzu und formt sie zu etwas neuem. Threadless ist auf jeden Fall ein großes Vorbild. Wir sind Mitglieder der ersten Stunde. Haben die Entwicklung begleitet und gesehen, wie geil so ein Format werden kann. Die Gründer Jake und Jacob sind Hammer Typen. Ausserdem haben sie bewiesen, dass dieses Format auch wirtschaftlich extrem erfolgreich sein kann.

Wie groß ist die Community mittlerweile?

Wir haben eine kleine feine Community bestehend aus ein paar hundert Designern und mehreren tausend Usern.

Wie siehst du den deutschen Markt für (ausgefallene) Design-Ware allgemein? Ich denke ja manchmal, dass in anderen Ländern, gerade im englischen Sprachraum, mehr geht… oder siehst du das anders?

Nein, da gebe ich dir Recht. Der deutsche Markt ist groß, aber auch schwierig. Die Deutschen gehören nicht unbedingt zu den Trendsettern. Erst wenn etwas in anderen Ländern cool ist, wird es hier adaptiert. Aber es wird alles gut. :-)
Auch das Online-Kaufverhalten der Deutschen soll im internationalen Vergleich noch eher zurückhaltend sein. Siehst du da noch Potenzial für A-B-T? Was müsste sich noch tun?

Es kommt immer darauf an, was die Leute kaufen wollen. Der deutsche E-Commerce Markt ist in Europa hinter dem UK der zweitstärkste. Also von Zurückhaltung kann man nicht wirklich sprechen. Potenzial nach oben gibt es natürlich reichlich. Auch hier in Deutschland. Will ich einen IPod kaufen weiß ich, was ich daran habe und muss nur nach dem besten Preis suchen. Bei Klamotten ist das natürlich was anderes. Da spielen andere Komponenten eine Rolle. Die Exklusivität der Produkte, Produktpräsentation etc. . Zunächst einmal muss man aber seine Zielgruppe erreichen. Wer nicht weiß, dass es uns gibt, wird auch niemals unsere Klamotten tragen. :-) Von daher – JA – es gibt für uns noch riesiges Potenzial. Wir sind noch ganz am Anfang und wachsen sehr organisch und fast nur über virales und Word of Mouth Marketing.

Noch ein paar persönliche letzte Worte?

Ja klar. Vielen dank erst einmal für die Möglichkeit, dieses Interview mit dir machen zu dürfen. Mach weiter so mit deinem Blog. Gefällt mir sehr gut! Und einen dicken Gruß an alle Leude da draußen!

A-B-T loves you!

abt shop shirts

Drei Shirts aus dem Shop-Angebot: Dentamax von Yackfou, Feuervogel von Buntspecht, Firestarter von Juju’s Delievery

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