Shirtspotting auf der Re:Publica 08
7. April 2008 at 16:00 | In Abwegiges, Nachrichten, Persönliches, T-Shirts, Threadless | Leave a CommentEin kurzer Rückblick. Über die Re:Publica ist viel geschrieben, getwittert und berichtet worden, sodass ich nur mal meine persönlichen Einschätzungen loswerden will: Das umfangreiche Programm bot zahlreiche Highlights, von anderen Veranstaltungen hätt ich mir persönlich mehr Informationsgewinn erhofft. Es ist auf jeden Fall schön, mal die ganzen Leute, die man so liest, in Persona vor sich zu haben. Alle Infos zu Aufzeichnungen, Daten, Fakten, Links etc. finden sich auf der offiziellen Seite, weswegen ich hier nichts mehr darüber verlieren muss.
Mein Vorhaben war ja, meinen Blog-Titel in Realität umzusetzen und die Shirts zu dokumentieren, die so von der Blog- und Technik-Elite getragen werden. Das war wenig erfolgreich. Zum einen war das Wetter nicht so ganz das T-Shirt-Wetter. Sprich, die meisten Teilnehmer trugen ihren Körper in der geschlossenen Beta herum, das Bild dominierten Sweater, Sakkos und Hemden. Und ich hatte nur an einem Tag meine Kamera einsatzfähig dabei, am Tag 3 versagten mir die Akkus ihren Dienst. Ein paar Bilder konnte ich dann doch noch machen:
Im Einzelnen: Alte Schule (Herkunft unbekannt), Der fette Vogel bricht den Ast von Rumpfkluft, ein Bright Eyes- Tourshirt (zum Digital Ash-Album), Neasden Control Center (die-gestalten-Verlag), Shirt eines Mac-Programmierers (offensichtlich), ein Bandshirt der Grindcoreler Graf Orlock, The Last Piece von threadless, sowie eine bemerkenswerte Umhängetasche.
Ansonsten kann ich aufatmen: ich hatte mich ja für nerdig und computersüchtig gehalten. Was sich aber dort an geballtem Nerdtum anfand, bestätigte alle Klischees. Dass es Leute gibt, die nicht mal auf dem Diskussionspodium von ihrem Bildschirm ablassen können. Dass die Hälfte der Teilnehmer auch im Publikum immer ihr Notebook offen haben müssen, um im fünf-Minuten-Takt ihre Mails abzurufen, zu bloggen, in Echtzeit die besprochenen Seiten ansurfen und überwiegend verzichtbare Kommentare auf die SMS-Wand im Hintergrund des Podiums zu twittern (auch so ein Ding, das ich nie verstanden habe) … dagegen komm ich mir mit meinen Zettelnotizen und meiner Pausenbeschäftigung in Form eines nichtdigitalen Papierbuchs noch richtiggehend normal vor. Noch vor einer Woche hätte ich nicht geglaubt, dass man sich totbloggen kann – nun versteh ich das schon ein bisschen besser.
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